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Ganzheitliche Darmgesundheit

Gretchenfrage: Wenn wir mehr Gene von Bakterien und Archaeen im Darm und im gesamten Körper haben als Gene in unseren Körperzellen, wer steuert dann wen? Ist es dann nicht zwingend selbsterklärend, dass wir nur mit einer vielfältigen Symbiontengemeinschaft und einem gut funktionierenden Ökosystem gesund bleiben können?

Sie sind auf der Suche nach einer fundierten Darm-Therapie mit dem Ansatz einer modernen Symbiose-Lenkung?

Darm und Mikrobiom kann man ja selbst machen - denkt man so. Wird einem ja auch abends im Fernsehen suggeriert. Einfach mal ein paar Beutel Probiotika nehmen für 30 Tage, und dann wird das schon. Sagen ja auch Arzt und Apotheker. Aber so einfach ist das nicht. Will man eine "Darm-Sanierung" mit größt möglichem Erfolg durchführen, braucht es vor allem Menschen, die sich damit auskennen. 

"Keim ist nicht gleich Keim" und Therapeut auch nicht Therapeut (AMT e.V., 2023).

Ein professioneller "Darm-Aufbau" ist ein anspruchsvoller Weg und braucht fundierte Kenntnisse über die Zusammenhänge in der Mikrobiologie, Biochemie, Diagnostik, Befundinterpretation, Nahrungsmittel- und Präparate-Kenntnis und ein vernünftiges Timing. 

Denn es sind nicht die Bakterien aus den Probiotika, die sich langfristig im Darm ansiedeln und zur Gesundung beitragen. Wir schaffen damit lediglich vorübergehend ein Milieu. Aber letztendlich sind es die Reize, die wir damit setzen, inklusive Ernährung und Lebensumstände, die zur Regeneration des Darms beitragen.

 

Mit meiner langjährigen Erfahrung begleite ich Sie als Expertin für Mikrobiologische Therapie (AMT e.V.) und SIBO-Master durch die vielen Stufen der modernen Symbiose-Lenkung.

Molekulargenetische Untersuchung der Dickdarm-Mikrobiota

Ich führe in meiner Praxis molekulargenetische Stuhluntersuchungen* durch zur Bestimmung der Mikrobiologie Ihres Dickdarms. Durch meine jahrelange Erfahrung, kann ich über Indizien daraus auch Rückschlüsse über die anderen Abschnitte Ihres Verdauungstrakts ziehen, wie z. B. des Dünndarms, der Bauchspeicheldrüse, Ihrer Leber oder auch des Magens. Manchmal braucht es dann noch eine weiterführende Diagnostik.

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Für die molekulargenetische Bestimmung Ihrer Dickdarm-Mikrobiota wird Ihre Ausscheidung in einem Speziallabor untersucht auf

  • Schlüssel- und Zeigerarten

  • protektive Mikroorganismen

  • proteolytische Bakterien

  • Toxinbildende Bakterien

  • Mykologischer Status

  • ggf. auch Parasiten

  • Histamin, ggf. auch Serotonin (Stichwort: Reizdarm)

  • Tryptophan (Stichwort: Depressionen, Fruktosemalabsorption, IDO, etc.)

  • Verdauungsrückstände und - ganz wichtig -

  • Entzündungsparameter (Stichwort: Leaky Gut).

 

Bei Bedarf können auch noch weitere Parameter, wie der Früherkennungsmarker M2PK, Beta-Defensin, EPX, Lactoferrin, Lysozym, etc. bestimmt werden.

* Mit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms im Jahr 2001 hat sich die Analytik der menschlichen Darm-Mikrobiota noch einmal professionalisiert. Mit dieser Art der Untersuchung können unterschiedliche Spezies heute anhand ihrer Genetik aufgeschlüsselt und mögliche Gesundheitsrisiken noch genauer identifiziert werden.

Der Befund Ihrer Dickdarm-Mikrobiota

Was sagt uns nun so ein Befund? Die Interpretation eines "Mikrobiom"-Befundes ist komplex und braucht jahrelange Erfahrung.

Es reicht hier nicht aus, lediglich auf "rote" oder "grüne" Bereiche zu schauen und dann einfach irgendein "multispezies" Probiotikum - am besten noch mit 20 Stämmen oder mehr - einzunehmen, wie sie abends im Fernsehen beworben werden.

Entscheidend für die Befund-Interpretation ist die Kombination einzelner Parameter miteinander und auch welche man heranzieht. Dazu muss man den Darm in sich als eines der großen Regulationssysteme unseres Körpers verstehen, das mit den anderen, wie z. B. dem Immunsystem, der DNA oder der Blutgefäßneubildung in direkter Verbindung steht. Die Verschiebung der Parameter zeigt das Maß an, wie dieses große Regulationssystem Darm aus der Balance geraten ist. Die Folgen können vielfältig sein.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, etc.), Autoimmunerkrankungen, PCO, Reizdarm, Depressionen, u.v.m. zeigen in den Befunden sehr häufig eine dysregulierte Darm-Mikrobiota.

Um das wieder ins Lot zu bringen, greift es zu kurz, einfach nur die Dinge zu ersetzen, die im Befund fehlen. Das kann in der Tiefe nicht funktionieren. Hier muss man das System Darm in der großen Wirkung von kleinen Zahnrädern sehen. Dreht man ein einem, schraubt man automatisch an anderen mit. Daher kann man mit einer Symbioselenkung auch nicht isoliert irgendwas "weg machen", sondern man reguliert im System - und zwar überdimensional.

Und wie im Zahnradprinzip: verändert sich ein Parameter, ändern sich auch andere - die Frage ist nur, in welche Richtung. Dafür braucht es eine professionelle Begleitung und viel Erfahrung. Hier stehe ich Ihnen mit meiner jahrelangen Expertise zur Seite.

SIBOS/SIFOS - Small Intestine Bacterial/Fungal Overgrowth Syndrom (Dünndarmfehlbesiedlung)

Häufig und weit verbreitet, aber völlig unterdiagnostiziert!

 

Nicht selten befindet sich im Dünndarm eine Mikrobiota, die dort eigentlich nicht hingehört. Aus verschiedenen Gründen passiert es, dass z. B. Pilze, pathogene Keime oder fermentierfähige Bakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm übersiedeln, an einen Ort, an sie eigentlich nichts zu suchen haben. 

Die Folgen sind mannigfaltig und können hier alle gar nicht aufgezählt werden. Die SIBO/SIFO (Dünndarmfehlbesiedelung) ist ein Chamäleon unter den Magen-Darm-Beschwerden. Sie ist nicht leicht zu erkennen und verschleiert gerne. Häufig entwickeln sich Symptome, die man gar nicht mit dem Darm in Verbindung bringt.

 

Die Folgen sind mannigfaltig:

  • Blähungen

  • unvollständige Verdauung

  • Reizdarmbeschwerden

  • Fruktosemalabsorption

  • Toxinbildung

  • pH-Wert Verschiebung

  • Bauchspeicheldrüsenschwäche

  • Leberbelastung

  • Bildung ungünstiger kurzkettiger Fettsäuren

  • Malabsorption

  • Gewebshormonmangel durch vermehrte IDO-Produktion statt Serotonin

  • Tryptophanmangel

  • Hormonstörungen

  • chronische Entzündungen

  • Aufmerksamkeitsdefizite

  • Brain Fog

  • allgemeines nicht erklärbares Krankheitsgefühl, trotz gesunder Blutwerte

  • Histaminosen, wie z. B. Histamin-Abbaustörungen (DAO oder HNMT-Mangel, MCAS, Salicylatunverträglichkeit)

  • Migräne

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Nebennierenschwäche

  • Fatigue/Burnout

  • Depressionen, psychische Symptome

  • und dergleichen vieles mehr

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Direktverfahren zur Diagnostik der Dünndarm-Mikrobiota

ENDLICH! Lange habe ich danach gesucht - und nun ist es da: Ein nicht-invasives Diagnostik-Verfahren zur Bestimmung der Dünndarm-Mikrobiota. Keine Stuhlprobe. Nur mit ein paar Tropfen Kapillarblut!

 

Der Chromatest ist ein einzigartiges Verfahren, das direkte Aussagen über die Mikrobiologie des Dünndarms erlaubt. Und zwar nicht über den Stuhl, sondern über Kapillarblut. Wie das geht?

Mikroben-Zellen enthalten mehr als 200 Fettsäuren. Sie unterscheiden sich von den Fettsäuren der menschlichen Zellen. Da jede Mikrobe ihr eigenes spezifisches Fettsäuremuster hat, kann man durch die Analyse der Fettsäuremuster im Blut ganz spezifisch bestimmen, welche Mikroben sich im Dünndarm befinden. Der Chromatest unterscheidet Bakteriengattungen und -Bakterienarten untereinander und auch gegen menschlichen Zellen. Das geschieht aufgrund des Nachweises von verschiedenen Stoffwechselprodukten, wie z. B. verzweigte Säuren, Sterole und Aldehyde. 

Der Chromatest eignet sich sehr gut zum Nachweis eine SIBO, SIFO, Leaky Gut, deutlich bessere Früherkennung von Risikomarkern für Zellveränderungen, und vieles mehr.

 

Zur Diagnostik einer SIBO ist der Chromatest dem SIBO-Atemgastest überlegen.

SIBOS-Diagnostik über Atemgas

In meiner Praxis führe ich Atemgasuntersuchungen zur SIBO-Diagnostik durch.

 

Diese ist nicht leicht zu erkennen. Hierfür braucht es Erfahrung, eine gute Ausbildung und eine fundierte Diagnostik. Häufig liefert bereits der "Mikrobiom"-Befund die ersten Indizien für eine SIBO. Dann empfiehlt es sich, die Art der SIBO zu bestimmen, weil sich danach die Behandlung bestimmt.

 

Eine Möglichkeit besteht darin, eine Atemgas-Untersuchung durchzuführen. Hierzu wird in einem mehrstündigen Provokationstest Atemluft in Vakuum-Probenröhrchen gesammelt. Das Labor misst dann, ob der oder die Betroffene Wasserstoff oder Methan abatmet. Daraus ergibt sich dann die weiterführende Behandlungsrichtung. Es gibt aber auch Menschen, die stattdessen Schwefelwasserstoff (H2S) abatmen. Hierfür gibt es noch kein vernünftiges Messverfahren. 

Die Therapie einer SIBO ist aufwendig und langwierig. Viele Betroffene erfahren bereits innerhalb der ersten vier Wochen deutliche Besserung, je nach Ausprägung der SIBO.

In meiner Praxis betreue ich SIBO-Patienten durch alle Stufen. 

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Darmtherapie - Moderne Symbioselenkung

Nach der Analytik und Befundung kommt die Therapie.

 

Ich schaue mir Ihre Befunde sehr genau an und bespreche diese intensiv mit Ihnen. Je nach Ergebnis entscheide ich gemeinsam mit Ihnen, welche Therapieschritte wir einleiten werden.

Eine Darmtherapie ist so individuell wie der oder Patient/in, die vor mir sitzt. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich keine vorgefertigten Pläne in meiner Schublade liegen habe, die ich veröffentlichen oder Ihnen vorab per Mail schicken kann. Ich stelle diese immer persönlich nach langer Abwägung für die Betroffenen zusammen. 

Grundsätzlich umfasst eine Darmtherapie 

  • Ernährungslenkung. Bitte beachten Sie: Ohne Ernährungsumstellung führe ich keine Darmtherapie durch.

  • SIBO-Regulierung - wenn Nachweise bzw. Indizien bestehen

  • Biofilm-Reduktion

  • Enzymatische und phytobiotische Begleitung

  • eine Reinigung und Toxinbindung mittels Ad- bzw. Absorber

  • Klärung mit fermentierten Kräuteressenzen (solange keine SIBO und/oder Histaminose vorliegt)

  • stufenweise sanfte Ansäuerung zum Milieuaufbau

  • Aufbau von Schlüsselarten mittels Präbiotika (bei SIBO vorerst nicht)

  • Aufbau des Darm-Immunsystems nach dem Herborner Stufenschema des AMT e.V.

  • Mikronährstoffbegleitung zum Aufbau der Mikrobiota

  • Aminosäure- und Fettsäurenausgleich

  • Zellmembranaufbau

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